Dreimast-Vollschiff  " CUTTY SARK " , Maßstab 1: 43

                                 

Grundmaße des fertigen Modells :

Länge über alles                   =       198,00 cm

Länge zwischen den Loten         =       150,00 cm

Breite auf Spanten                =         25,50 cm 

Höhe Großmast ü. Deck           =       103,00 cm

 

Wie alle meine Modelle sollte auch dieses mit so wenig wie möglichem finanziellen Aufwand gebaut werden. Bauteile aus dem Handel sollten möglichst aussen vor bleiben. Das 1 cm-Sperrholz für die Spanten konnte ich aus einem nicht mehr verwendeten Regalschrank meiner Firma gewinnen, das restliche Holzmaterial für den Rumpf, wie Leisten für die Beplankung, Hölzer für Kiel und Steven u.s.w. mussten allerdings gekauft werden.Die Spanten erhielten decksseitig den nötigen Höhenausgleich, um bei der Aufstellung mit Kiel nach oben den Deckssprung ausgleichen zu können. In Vor- und Achtersteven sowie in den Kielbalken wurde die entsprechende Sponung eingearbeitet, bevor wechselseitig beplankt wurde.Hierbei erhielten die Leisten an den Enden keine Verjüngung, sondern wurden an den Stoßstellen angepasst. Nach dem Versenken der Nagelkuppen und Verfüllen der enstandenen Vertiefungen mit Holzkitt passender Farbe wurde verschliffen und mit dünnem Klarlack grundiert. Von der Helling befreit erfolgte die Bearbeitung der Spantenoberseiten, die korrekte Decksbucht und der Wassergang wurde hergestellt. Nun musste wieder Material gekauft werden. Dünnes Sperrholz, diverse Profilleisten, Profile aus Messing, daraus enstanden dann Schanzkleid nebst Stützen und Wasserpforten, das Deck mit allem, was dazu gehört.

Erst zum Setzen der Masten und dem Aufriggen musste dann die Werft vom verglasten Balkon in ein Zimmer verlegt werden. Da war der Rumpf im Prinzip komplett gefertigt. Die Masten und Rahen waren ebenfalls schon auf der Drehbank in Form gebracht wurden und hatten ihre endgültige Farbe sowie alle nötigen Ösen, Beschläge und andere Details erhalten. So konnte frisch drauflos getakelt werden, was erfahrungsgemäß eine sehr zeitaufwendige und ( selbst bei 1:43 ) fummelige Beschäftigung ist. Wert legte ich hierbei besonders auf möglichst maßstabsgerechte Takelgarnstärken. Die Originalmaße, stets als Umfang in Zoll angegeben, standen mir zur Verfügung und somit war auch eine korrekte Umsetzung möglich. Bei Originalschiffen verjüngt sich der Durchmesser des stehenden- und laufenden Gutes mit zunemender Höhe , was bei Umsetzung am Modell einen authentischen Eindruck hinterlässt. Auch ist das stehende Gut stets konserviert und unterscheidet sich somit durch die dunklere Färbung vom laufenden Gut. Dem Durchmesser der Taue entspricht die Größe der zugehörigen Blöcke. Die Blöcke, in mindestens acht verschiedenen Größen und Scheibenvarianten, die Ketten für Anker, Bugspriet, Schoten und andere Verwendungszwecke, das komplette Takelgarn und die Jungfern für die Abspannung der Pardunen und Wanten sind übrigens die einzigen am Schiff verbauten im Handel erworbenen Fertigteile.

Um die Stellung der Rahen bei Bedarf verändern zu können, sind die freien Parten entsprechend lang und an den Nagelbänken mit Kreuzschlag belegt. Eine Ausrüstung mit Segeln ist nicht angedacht, das hierfür zusätzlich erforderliche laufende Gut so darzustellen, dass es auch noch funktionstüchtig bedient werden kann, scheint mir doch zu kompliziert. Um das Grundprinzip eines angeschlagenen Segels anschaulich zu machen, habe ich etwas später das Großuntermarssegel angebracht. So kann man dem Laien das für viele nicht verständliche Zusammenspiel von Geitau und Schot und den Sinn von Gordingen vor Augen halten.

Auch davon abgesehen eignet sich das Modell recht gut, um zu vermitteln, wie kompliziert der heute kaum noch bekannte Mechanismus eines Großseglers arbeitete und was für ein Können den Janmaaten dieser Zeit abverlangt wurde. Viele denken, die Technik  auf Schiffen vor  reichlich hundert Jahren muss recht primitiv gewesen sein, aber schon mit einem  einigermaßen authentisches Modell lässt das sich das Gegenteil beweisen.

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Die ersten Bauphasen.

Der Rumpf wurde althergebracht mit dem Kiel oben auf der Helling beplankt und geschliffen.

 

Der Rumpf ist grob verschliffen und von der Helling gelöst. Gut sichtbar der obere Abschluss des Vorstevens und das Galionsscheg.

Das Heck mit dem schon eingebauten Ruderkoker

Gut erkennbar die Decksbucht und die Decksdurchführung der Masten

Erste Arbeiten an der sogenannten Moulding, den Bugpaneelen

Schanzkleid mit Stützen, die Decksöffnungen für Deckshäuser und Ladeluken

Das Deck ist verlegt

Der Radius der Vorstevenkehle wurde später noch vergrößert

Stück für Stück gehen die Arbeiten voran

Die nachfolgenden Bauabschnitte wurden leider nicht mehr dokumentiert.

 

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